Uromastyx ocellata - geschmückte Dornschwanzagame
Für diese wunderschönen, tagaktiven Reptilien haben wir ein Glasterrarium mit Felsenrückwand eingerichtet. Unsere adulten Tiere haben wir in einem Terrarium mit den Maßen 130cm x 51cm x 60cm und die Nachzuchten setzen wir in ein Terra mit den Abmessungen 80cm x 50cm x 60cm. Die Uromastyx Ocellata sind Wüstentiere und benötigen deshalb viel Wärme und einen hohen Anteil an UVA + UVB. In unserem Nachzuchtterrarium haben wir eine 100W UV Lampe installiert, in dem Adultterrarium ist eine 160W UVA + UVB Lampe angebracht. Damit schaffen wir unterschiedliche Temperaturen (Temperaturgefälle) die sich zwischen 30 - 55 Grad belaufen. Unser Pärchen fühlt sich sichtlich wohl.
Wir haben einige Plätze zum Sonnen geschaffen, aber auch einige Versteckmöglichkeiten im kühleren sowie im wärmeren Bereich. Als Einrichtungsgegenstände dienen ein großer Stein, eine Wurzel, ein Wassernapf und eine Futterschale. Der Bodengrund sollte aus einem Sand - Lehmgemisch bestehen, da die Dornschwanzagamen gerne graben und Höhlen bauen. Unsere Uromastyx sind mittlerweile sehr geschickte Kletterer. Sie nutzen die volle Höhe unserer Rückwand zum Klettern aus.
Als Nahrung bekommt unser Pärchen sämtliche Hülsenfrüchte angeboten. In den Sommermonaten bekommen sie zusätzlich 1x die Woche Steppengrillen oder Heimchen von uns. Die Grillen werden mit Vitaminen und Mineralien bestäubt. Verschiedene Salatarten werden von uns immer angeboten. Als Ergänzung bekommen sie noch Hülsenfrüchte und Großsittichfutter! Die Nachzuchten bekommen dies ebenfalls angeboten, nur in einer anderen Zusammenstellung. Die Nahrung ist mehr auf tierisches Futter umgestellt und zusätzlich gibt es Exotenfutter!
Im Jahr 2010 ist es uns gelungen, unser Pärchen erfolgreich zu verpaaren, d.h. das Weibchen hat 4 befruchtete Eier im Juni abgelegt. Als Erstgelege ein großer Erfolg in unserem Vorhaben, Uromastyx Ocellata nach zu ziehen! Dies bestätigt uns, dass sich die Tiere bei uns wohl fühlen und es ihnen an nichts fehlt! Jetzt darf bei der Inkubation nichts schief gehen!
Im Oktober 2010 schlüpften nach 105 Tagen, 2 gesunde Nachzuchten aus dem Gelege! Die Aufzucht der Nachzuchten gestaltete sich leider schwieriger als Gedacht! Die 2 Nachzuchten verweigerten die Nahrungsaufnahme komplett, egal was wir ihnen angeboten haben. Zu unserem großen Bedauern verstarben die Kleinen.
Im Jahr 2011 legte unser Weibchen wieder 5 Eier, welche sie komplett verbuddelte. Dies machte es uns sehr schwer die Eier zu finden bzw. aus zu graben. Als wir dies geschafft hatten, sahen wir das Unheil leider schon. 2 von den 5 Eiern waren wahrscheinlich beim Eingraben angeritzt worden und somit nicht mehr zum inkubieren geeignet. Die restlichen 3 Eier legten wir sofort in den schon vorbereiteten Inkubator. Eine Keimscheibe konnten wir nicht erkennen aber ein auf einen Versuch kam es an. Nach 1 Woche jedoch mussten wir das Gelege entfernen, da es leider abgestorben war bzw. die Eier schon leichten Schimmel ansetzten. Unserem Weibchen geht es wieder hervorragend.
